OGS -Kampagne vor dem Landtag

Mit mehr als 3500 Erzieher/-innen und Elternvertretern waren die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der SCI -Offenen Ganztagsschulen auf der Abschlusskundgebung vor dem Landtag NRW beteiligt. Die Kampagne der Liga der Wohlfahrtsverbände erreichte mit dieser Kundgebung ihren Höhepunkt und konnte mit der zeitgleich stattfindenden ersten Plenarsitzung des neuen Landtags auch gleich die neuen Ansprechpartner des Schul- und Jugendminsteriums NRW mit den Forderungen der OGS-Träger konfrontieren: Gesetzliche Regelungen für die OGS, gemeinsame Qualitätsstandards, eine auskömmliche finanzielle Ausstattung und ein Raumangebot, das den Ansprüchen an Betreuung, Erziehung und Bildung Rechnung trägt.

Schulministerin Yvonne Gebauer und Jugendminister Dr. Joachim Stamp begrüßten die Teilnehmer der Kundgebung und sagten konstruktive Gespräche mit den Verbandsvertretern zu.


Großen Applaus von den Teilnehmern bekam auch die Bühnenpräsentation der SCI-Mitarbeiter, die mit der "Zukunftsbaracke OGS" einer Wand aus Pappkartons anschaulich die Forderungen der Träger präsentierte. Frank Liebert, Geschäftsführer des SCI:Moers erinnerte in seinem Statement an die Historie der OGS, die 2003 nach einem erschreckenden Ergebnis im internationalen Bildungsvergleich, mit dem politischen Versprechen eingerichtet wurde, Schulen zum Ganztagsangebot auszubauen und qualitativ dem europäischen Standard anzupassen. "Gut gemeint, aber nicht weiter verfolgt ist heute nach 14 Jahren das Resümee. Hier muss schnellstens auf die Forderungen reagiert werden, wenn wir nicht Gefahr laufen wollen, dass sich die Jugendhilfeträger, die 80% der OGS verantworten, aus diesem wichtigen Arbeitsfeld zurück ziehen."